Jesuitische Sammlungen breiter vermitteln: Über diese Publikation

Unsere Publikation zu den Jesuitensammlungen ist das Teilergebnis eines von 2020 bis 2022 vom Landschaftsverband Rheinland geförderten und vom Kölner Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit initiierten Kooperationsprojekts mit dem Rheinischen Bildarchiv und dem Museumsdienst der Stadt Köln. Dieses Projekt ergänzt die bereits seit dem Jahr 2018 laufenden Forschungsprojekte zu den jesuitischen Sammlungen (Förderer: Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds) um den Aspekt der Vermittlung und des Wissenstransfers: Vorrangiges Ziel war, die verstreuten jesuitischen Objekte über das digitale Medium überhaupt erst in ihren Sammlungsbezügen erkennbar und als Teil unseres kulturellen Erbes verständlich zu machen. Wir möchten mit dieser Publikation gerade auch für ein breiteres Publikum eine wissenschaftlich fundierte und dennoch gut lesbare Wissensgrundlage zu den jesuitischen Sammlungen anbieten:

  • Ein kurzes Video eignet sich für einen ersten thematischen Einstieg.
  • In einer separaten Zeitleiste werden Meilensteine der Sammlungshistorie hervorgehoben.
  • In zwölf Beiträgen haben die ProjektmitarbeiterInnen einzelne, besonders interessant erscheinende Aspekte der jesuitischen Sammlungsgeschichte aufgearbeitet: Die Präsentation ergänzt damit die bereits 2018 und 2019 veröffentlichten digitalen Publikationen zum Physikalischen Kabinett und zu den Umbrüchen im Kölner Bildungswesen um 1800.
  • Eine vom Museumsdienst der Stadt Köln im Rahmen unseres Kooperationsprojektes entwickelte interaktive Anwendung in der App Actionbound (Launch Ende 2021) bietet einen weiteren – spielerischen – Zugang zur Sammlungsgeschichte.
  • Unsere Inhalte sind zudem unmittelbar integriert in bzw. verlinkt mit der Datenbank „Kulturelles Erbe Köln“ des Rheinischen Bildarchivs, die die jesuitischen Objekte als weiteres Ergebnis dieses gemeinsamen Projektes erstmals als virtuellen Sammlungszusammenhang präsentiert. 

Damit reiht sich dieses Publikationsprojekt ein in einen größeren Forschungszusammenhang am Kölner Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit, der das Kulturelle Erbe Kölns um 1800 in den Blick nimmt und drei kulturhistorisch bedeutsame, eng mit der Geschichte der Stadt verbundene Sammlungen sowie die damit in Verbindung stehenden Akteure und ihre jeweiligen Rollen in das Zentrum der wissenschaftlichen Aktivitäten stellt:

  1. Ferdinand Franz Wallraf (1748 - 1824) als Gelehrter, Sammler und “Erzbürger” der Stadt Köln,
  2. die Sammlungen der ehemaligen Kölner Jesuiten von den Anfängen in der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zur französischen und preußischen Zeit und
  3. den so genannten Baron Adolf von Hüpsch (1730 – 1805), dessen um das Jahr 1760 in Köln gegründete Kunst- und Naturalienkabinett bei seinem Tod ca. 15 000 Objekte umfasste.

Umfangreiche Projekte wie dieses zu den Sammlungen der ehemaligen Kölner Jesuiten wäre ohne die großzügige Unterstützung weiterer Kölner (Gedächtnis-)Institutionen nicht realisierbar gewesen. Unser ausdrücklicher Dank gilt daher

Dr. Christiane Hoffrath, Dezernentin für Historische Bestände und Sammlungen, Bestandserhaltung und Digitalisierung an der Universitäts-und Stadtbibliothek Köln, die dem Projekt u. a. hochauflösende Digitalisate und Fotos von historischen Büchern zur Verfügung gestellt hat. Sie leitet auch das aktuelle LAM(Libraries Archives Museums)-Projekt zur Erschließung und Präsentation der jesuitischen Buchbestände aus der Kölner Gymnasialbibliothek,

Dr. Anne Buschhoff, Leiterin der Graphischen Sammlung im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, deren Team ausgewählte digitalisierte Graphiken und Zeichnungen für das Projekt erschlossen sowie deren Abbildungen für die Präsentation aufbereitet hat,

Stefan Lewejohann, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Sammlungsleiter und Kurator im Kölnischen Stadtmuseum, der unser Ansprechpartner für das Physikalische Kabinett war und

Sabine Junker, Kulturmanagerin des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds, die uns den Zugang zu den Gemälden und Porträts in den Depots ermöglicht hat.

Ebenfalls herzlich gedankt sei Tobias Nagel, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Datenkurator der Stadt Köln, der das Projekt im Kontext der Datenbank „Kulturelles Erbe Köln“ mit seiner IT-Expertise begleitet hat. 

Auch für diese Publikation gilt: Projekte gelingen nur, wenn sie von einem engagierten Team umgesetzt werden. Daher an dieser Stelle mein besonderer Dank an

Henrike Stein, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl, Beitragsautorin und wissenschaftliche Ansprechpartnerin für Nadine Dobler (Rheinisches Bildarchiv) und Christina Clever-Kümper (Museumsdienst der Stadt Köln),

Vanessa Skowronek, Online-Redakteurin, Beitragsautorin und ebenfalls wissenschaftliche Ansprechpartnerin für Nadine Dobler und Christina Clever-Kümper,

Simon Grigo, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der USB Köln und Beitragsautor,

Sebastian Schlinkheider vom wissenschaftlichen Team der Kölner Frühen Neuzeit, der die wissenschaftliche Redaktion mit unterstützt hat

sowie last but not least Christine Schmitt, in deren Händen die gesamte Projektkoordination sowohl intern als auch mit den städtischen Partnern lag und die bei Konzeption und Umsetzung der Teilprojekte ein weiteres Mal maßgeblich mitgewirkt hat.

Bonne lecture!

 

Prof. Dr. Gudrun Gersmann

Empfohlene Zitierweise für die Gesamtpublikation:
Gersmann, Gudrun (Hrsg.), Bücher, Bilder, Lehrobjekte: Die Sammlungen der ehemaligen Kölner Jesuiten, DOI: https://dx.doi.org/10.18716/map/00008, Publikationsumgebung mapublishing (2021), URL: hier URL einfügen (zuletzt abgerufen am: Abrufdatum einfügen).